Als das grösste Herrschaftshaus im Engadin dominiert die Chesa Planta den Plazzet in Samedan. Der nördliche Teil stammt aus dem späten 16. Jahrhundert, der südliche Teil wurde im 18. Jahrhundert hinzugefügt. Während mehr als 200 Jahren war die Chesa Planta im Besitz der Familie von Salis. Im Jahr 1817 ging die Liegenschaft durch Heirat an die Familie von Planta über. Auf Wunsch von vier weiblichen Nachkommen der Familie von Planta Samedan wurde 1943 das Haus samt Inventar in eine öffentlich-rechtliche Stiftung überführt. Die Bibliothek und das Wohnmuseum mit dem Mobiliar der zwei Adelsfamilien bilden bis heute die Grundlagen für das Kulturangebot. Die Fundaziun de Planta führt zudem seit 50 Jahren alljährlich in den Sommermonaten in Samedan und seit 2020 zusätzlich im Herbst in Sils i.E. Romanischkurse durch. Die Chesa Planta Samedan ist als Kulturzentrum zugänglich und gilt als das Kompetenzzentrum für die romanische Sprache und Kultur im Oberengadin.
Chesa Planta, Samedan

Engadiner Museumsnacht 2026
3 Mini-Führungen à 30 Minuten für jeweils max. 12 Personen:
Dauerausstellung
Ein besonderes Wohnmuseum
Das im Haus eingerichtete Museum bietet Einblicke in das herrschaftliche Leben im Engadin während mehrerer Jahrhunderte und ist ein Abbild des adeligen europäischen Lebensstils. Soweit bekannt, wurden die gezeigten Gegenstände von den Bewohnern selbst benutzt. Die Wohnkultur wird also auf historisch authentische Weise erlebbar gemacht.
MITTWOCH-FÜHRUNGEN













Wechselausstellung
SONDERAUSSTELLUNG 'Historische Kleider'
Söldner, Diplomaten und Lebemänner – Geschichten aus den Kleiderschränken der Herren von Salis und von Planta
Die Ausstellung widmet sich der einzigartigen Sammlung historischer Textilien der Fundaziun de Planta – vom späten 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen spezielle Herrenkleider der Familien von Salis und von Planta, die über Generationen getragen, verändert und weitergegeben wurden und dann lange im Estrich der Chesa Planta in Samedan lagerten.
Die Kleidungsstücke verbinden Engadiner Alltagskleidung mit internationalen Modeeinflüssen und erzählen von den Lebenswegen ihrer Träger – von Söldnern, Diplomaten und Geschäftsleuten. In der Garderobe spiegeln sich Stand und Persönlichkeiten wie auch die vielfältigen Verbindungen Graubündens mit Europa. Die Bekleidung wird hier zur Erzählerin von Bewegung, Begegnung und Zeitgeschichte.
Idee und wissenschaftliche Begleitung: Thessy Schoenholzer Nichols
Szenografie und Idee: Bernhard Duss
Umsetzung Szenografie: Manuela Dorsa
AB 14. JULI

Veranstaltungen
18.9.2026
Engadiner Museumsnacht